Mittwoch, 31. August 2011

ein vormittag – standard, würd ich sagen

da der fluss noch immer ziemlich stark angeschwollen war konnten wir nicht auf die andere seite wo am vortag die größeren herden waren.

prinzipiell muss man sagen, die migration hält sich mehr oder weniger an regeln, allerdings das mit einer toleranz von +/- einem monat.
die migration kann man sehr schwer genau vorhersagen, somit auch nicht wann wo welche tiere was auf welcher seite tun werden. man ist auf glück angewiesen, tolle ereignisse die letztes jahr im juli waren, sind vielleicht heuer erst im august zu sehen, und umgekehrt. 
somit gehören zu einer safari viel glück und geduld, der fahrer tut sein bestes, leider kann er tiere nicht zur richtigen zeit an die richtige stelle platzieren, mit der sonne in der optimal gedimmten position.
so ein tag war heute, auf ‚unserer’ seite ist derzeit eher weniger los, die mara auf der seite scheint leergeräumt zu sein, große auch nicht nicht-so-große herden gibt es kaum, meist nur einzeltiere. 
trotzdem, löwen, giraffen, elefanten, und alles andere getier vorhanden, und sehbar,






 
dazwischen aber auch große strecken und flächen tierfreien seins. 
wir fuhren dann gegen mittags richtung mittagessen, die temperaturen schon sehr warm, mit 27 grad auch den tieren zu heiß, die sich einfach ab 10 bis 11 uhr dann nicht mehr sehr viel bewegen und siesta halten, die flusspferde habens am feinsten - wassergekühlt

es regnet nicht – aber ich muss über die fussgeherbrücke, schwimmen zu gefährlich ;-)

beim nachhausefahren musste dennis feststellen dass sich kurzfristig der wasserpegel gegenüber morgens eines zu querenden flusses massiv verändert hatte, eine querung nicht mehr möglich war, und, mit dem bushcamp auf der anderen seite, eine lösung zum heimkommen zu suchen war.
dafür gibt es beim intrepid-camp eine seilbrücke für fussgeher, die man überqueren kann – der fluss war massivst angeschwollen, und das plötzlich seit dem morgen – offensichtlich wegen massiver regenfälle flussaufwärts. 
denis rief sabine die managerin des bushcamps an, die waren sofort mit einem jeep zur stelle - denis wartetet mit mir, bis die da waren, um sicherzugehen, ich komm ins camp - und brachten mich zum mittagessen. 
denis musste den fluss entlang bis ans parkende fahren, dort gibt’s eine autobrücke, dort queren, und dann am anderen ufer ins camp fahren. der umweg kostete ihn ca. 45 minuten fahrzeit.
ein vormittag, mit abenteuer pur, afrika, wie es sich raschest ändern kann.......

vollkoffer – oder: touristen wissen nicht was sie tun


wie bereits beschrieben, als die gnus begannen den tarek-fluss zu quereb tat sich folgendes:

„Wenn die gnus zu crossen beginnen sind die fahrer nicht zu halten, der kampf um die besten plätze beginnt. Der fluss war nicht leicht einzusehen, und von den meisten positionen nur bruchstückhaft. Wir hatten pole-position nummer 2, nummer eins war ein kollege aus’m camp, der die beste position hatte, an einer anhöhe am fluss, mit blick auf anderes ufer, die wände, die die gnus runtersprangen, den fluss, und das andere ufer – perfekt – we did it again, „sunworld rules“. Der rest der jeeps irrte, nach geeigneten plätzen suchend, hin und her.“

da viele der jeeps keine geeignete stelle fanden, um zu sehen was im fluss passierte, sprangen plötzlich die touristen, speziell die in den rundherum offenen jeeps, aus diesen heraus und versuchten günstige fotopositionen zu bekommen.
kurz eine geländebeschreibung: die gnus kamen aus engen‚ täler’artigen aufgängen von fluss her heraus, derer gab es mehrere, und sausten, alle in panik, kaum aus dem wasser heraus, eines nach dem anderen durch diese engen ‚täler’ heraus, vorher nicht für die touristen sichtbar.
Und da dazwischen tummelten sich verrückte, denen die gefahr vorerst gar nicht bewusst war, und versuchten irgendwelche erdhaufen zu erklimmen, um einen blick auf den fluss zu werfen, und wären dabei selbst fast zu toder getrampelt worden !!!!

ich nehme mal an, die einheimischen fahrer waren selbst überrrascht, dass die passagiere, dem herdentrieb folgend, in alle richtungen, nach geeigneten fotopositionen suchend, davonstoben – aussteigen ist ja striktest verboten.

die querung der kleinen gruppe war in enigen minuten vorbei – und jetzt begannen die fahrer ihre gäste blitzartig einzusammeln, in den jeep zu verfrachten, und davonzufahren, nicht mehr nach weiteren crossings ausschau haltend.

der grund war bald klar, nach weiteren 10 minuten kamen zwei mit gewehren bewaffnete ranger, die unsere fahrer dann fragten, ob wir den jeep verlassen hätten. denis und der fahrer des zweiten sunworldsafari-jeeps hatten aber kein schlechtes gwissen, und konnte die sache klären.
Jetzt wurde auch mir klar, weshalb die fahrer und führer der jeeps so rasch das weite suchten – die hätten jede menge probleme bekommen.

ps: für jene die sich das gewuhsel nicht vorstellen können, ein anderes beispiel: 
ein autobus mit fotogeilen japanern bleibt am pannenstreifen auf der autobahn stehen, und die japaner versuchen, quer über beider spuren auf beiden seiten laufend, fotos von den vorbeiflitzenden autos und deren fahrerInnen zu machen – autsch ;-(

6 stunden, crossing – und warten

im fernsehen sieht man immer wieder tolle aufnahmen wo sich gnus todesmutig abhänge in einen fluss hinunterstürzen und dann den krokodilen, die sie fressen wollen, versuchen, davonzuschwimmen.
an so einem punkt am mara fluss in der masai mara waren wir heute, und das ging so:
wir hatten wie immer die frühpirsch im nicht zu kalten jeep um 0630 uhr begonnen, und waren so gegen 0715 unterwegs als plötzlich das magische wort „crossing“ über funk zu hören war. 
das löst bei allen fahrern ‚michael-schumacher-feeling’ aus, also düsen die, lange staubfahnen hinter sich lassend, richtung stelle an denen das corssing stattfinden soll.

eine kleiner herde gnus wartete am anderen ufer, an beiden ufern standen die jeeps in sicherer entfernung, um die gnus einmal nicht zu stören.
die entscheidung zu ‚crossen’ oder nicht ist eine langatmige, die tiere bewegen sich zur kante hin, dann wieder weg, und das geht dann einige zeit; und wenn dann aber ein paar gnus beginnen, die wänder runterzuspringen, oder einfach wegen der nachdrängenden gnus runterfallen, und ihnen nichts anderes überbleibt, als zu ‚crossen’, oder zu ertrinken, dann beginnt der herdentrieb im stile der lemminge die ganze truppe in bewegung zu versetzen, und die stürzen sich in massen die wände hinunter ins wasser, und durchwimmen es, so rasch als möglich. 
die geier hatten in den umliegenden bäumen bereits ihre pole-position eingenommen, auf möglich kalamitäten vorbereitet.
 
krokodile gabs an der stelle keine, in der nacht muss es stromaufwärts geregnet haben, was zu einem höheren wasserpegel und stärkerer strömung führte- ein faktum das uns in weiterer folge beeinflussen sollte.
wenn die gnus zu crossen beginnen sind die fahrer nicht zu halten, der kampf um die besten plätze beginnt. der fluss war nicht leicht einzusehen, und von den meisten positionen nur bruchstückhaft. wir hatten pole-position nummer 2, nummer eins war ein kollege aus’m camp, der die beste position hatte, an einer anhöhe am fluss, mit blick auf anderes ufer, die wände, die die gnus runtersprangen, den fluss, und das andere ufer – perfekt – we did it again, „sunworldsafari rules“. 
der rest der jeeps irrte, nach geeigneten plätzen suchend, hin und her.

es querten ungefähr hundert gnus, dann riss plötzlich der faden, und der rest der gruppe, bereits unten am wasser, drehte um, und kletterte wieder die wände hinauf; das führte dazu dass der noch oben stehende teil der herde umdrehte, und sich staubfahnen hinterlassend von dannen machte.

die gnus sammelten sich dann wieder, taten so alsob sie es nochmals wagen würden, 


aber wir warteten dann bis 1230 uhr und es tat sich nichts mehr.

unser 'nachbarjeep' und seine gäste, auch aus dem mara bushcamp, harrten dann bis 1630 uhr nachmittags aus, und die herde überquerte dann den fluss. sie haben die geduld gehabt, von morgens bis spätnachmittags am marafluss auszuharren, und bekamen dann auch ein zweites crossing zu sehen.


das zeigt, bilder wie wir sie aus der universum-serie kennen, sind das ergebnis von viel geduld und glück!

in summe: ein gewaltiges erlebnis, das wir bei unserem aufentahlt 2009, trotz vieler tage im busch, nicht hatten. man braucht einfach glück, zum richtigen zeitpunkt am richtigen ort zu sein – einmal ist es gelungen.

die nachbarlichen deutschen in den 2 zelten arbeiten weiter an ihrem ruf


abends wird sich noch lautstark im zelt unterhalten, das bis kurz vor mitternacht, in einer sonst sehr ruhigen stimmmung, und auch frühmorgens wir auch das familienleben so begonnen wie’s aufgehört hat, man lässt die anderen gäste wissen, man ist wach, schlafen um die zeit, um 0545 uhr  morgens, ist nur für weicheier.

umfragen, dass die deutschen - wir wir wissen, eigentlich eine minderheit ;-) - unter den top 3 der unbeliebstesten touristen, wie bereits in einem vormaligen beitrag erwähnt und aus psychologischer sicht beleuchtet, sind, mögen vielleicht manchmal recht haben, es gibt sie aber, jene die am ruf unserer nachbarn arbeiten ^^

brrrrrrrrrrrrrrr, chillig, da lobt man sich einen jeep wie wir ihn haben, oder: eine gute safari steht mit einem guten fahrzeug

 (morgens meist knapp unter 20 grad, also durchaus chillig beim fahren)
zum thema „fahrzeug auf einer safari“ meine subjektive meinung:

prinzipiell gibt’s 2 optionen: jeep oder minibus. vergessen sie den minibus, spitzname 'wonder-beast',

dort wo sie hinwollen und dort wo die action ist, kommt man oft mit dem minibus nicht hin, auch sind manche flußüberquerungen mit den meisten minibussen nicht zu machen. das heißt, man schränkt sich, ohne das zu wissen, ein.
sie nehmen also einen jeep. und da gibt’s auch mehrere versionen, prinzipiell
+die version eins, der jeep, seitlich mit türen aus blech, und fenstern, die man rauf- und runterkurbeln kann, und oben ein dach, das man nach oben wegheben kann, und das nicht nur frischluft bringt, sondern auch guten rundumblick gewährt;
+ die version 2, wo seitlich keine wänder sind, sondern nur der rahmen, mit kunststoff verschließbar, und auch oben meist nur eine plastikplane die entfernt werden kann, man sitzt also mehr oder weniger im ‚offenen’.
(und da sind sie gestanden, nicht gefahren ! jetzt stell man sich das bei 19 grad und fahrt, mit dem chill-facor, der ja ziemlich kühlt vor, und das über stunden - möcht ich nicht) 

untertags lustig, wenn’s nicht heiß ist und die sonne runterknallt, aber nicht wirklich, weil sich ja gegen die sonne schützen muss, und der staub von vorne voll ins gesicht bläst. 
abends und morgens, oder bei niedrigeren temperaturen wird das ganz aufgrund des ‚chill factors’ zu einem unterkühlten vergnügen. trotz mitgenommener decken und wärmster kleidung friert man einfach im fahrtwind – und bilder dieser halberfrorenen, zähneklappernden touristen sind täglich erlebbar.
resümee: bei der buchung u.a. fragen was die für jeeps haben, erspart kälteschock, und ein staubstrahlgebläse bei der fahrt, selbst der fahrer sitzt oft im offenen fahrtwind.
also einen g’scheiten jeep, wie ihn sunworldssafari hat,
(geräumiger jeep von sunworldsafari, alle fenster sind zu öffnen, detto dach oben, können aber auch bei bedarf geschlossen werden, da wird's somit nicht kühl, auch nicht bei der fahrt - selbst wenn hubdach offen ist - da man rundherum geschützt ist.
und in der früh und in der abenddämmerung ist's beim fahren immer frisch)

sollte eine der prioriäten sein, dann machen die stundenlangen pirschfahrten spaß – in der früh und abends kann es nicht nur beim fahren im auto ziemlich kühl werden, und das schlägt sich unter umständen negativ auf's gemüt.

uppps, oder: eine unscheinbare, aber vom tiefenradius enge querung wird uns zum verhängnis


oder anderst herum: vormittags noch andere aus’m sumpf gezogen, nachmittags brauchten wir selber hilfe. 
und das kam so: wir wollten eine eigentlich auf den ersten blick kleine mulde, mit ziemlich engem radius, aber nicht tief, überqueren, auf der einen seite war eine kleine pfütze, voll mit wasser, ca. 80x50 cm. 
wir fuhren also mit den vorderrädern in die mulde, dann ließen wir langsam auch das hinterteil unseres ‚gestreckten’ jeeps nachkommen, und steckten fest, alle tricks halfen nichts. 
das problem aufgrund der überlänge des jeeps lag der hinten mit dem chassis auf dem boden auf und entlastete somit die hinteren räder, die sich mehr oder weniger leer durchdrehten. die vorderen alleine konnten uns nichts rausziehen. denis hatte schon die lösung, den übergroßen wagenheber herausgeholt, um uns freizukriegen, da.....
ein kollege vom denis, dem fahrer, zog uns dann innerhalb von 5 sekunden, an einem stahlseil das wir mithatten hängend, heraus – das war’s – abenteuer pur. ich vermute ja, das macht man, um afrika-feeling pur aufkommen zu lassen ;-)))))))

cheetahs, geparden, 5 am stück – leider ohne ‚kill’


da die geparden nicht in großen rudeln auftreten, und, verglichen mit den löwen, nicht leicht zu finden sind, ist die sichtung von 5 geparden an einem tag doch eine tolle leistung.
 meist liegen die in der ebene auf einem hügel
 und beäugen das vorbeiziehende ‚futter’, und entscheiden, ob es sich lohnt, denen nachzulaufen oder nicht, oft einzeln, diesmal zu dritt.

 wir hatten nicht die chance, das jagen zu sehen, waren aber aufgrund der gesehenen gepardenstückzahl stolz auf uns, und ließen das zarte pfläzchen 'hoffnung' - doch einmal eine jagd zu sehen - in uns weiterkeimen.

another one bites the dust – wind von vorne und von hinten = fahren in staubwolke


dass, wenn man hinter einem jeep nachfährt, das staubig ist,
ist klar; wie man aber in der eigenen staubwolke unterwegs ist, das taten wir heute.
woauchimmer wir gefahren sind, der wind kam immer von hinten, und blies teilweise ziemlich stark. damit folgte uns unsere eigene staubfahne auf schritt und tritt. in summe, der staub war dann, der jeep ist ja oben offen, wegen der aussicht, und das ist gut so, überall – da macht duschen am abend spaß.
danke daniel, der für mein zelt zuständig war, u.a. fürs warme wasser !

der erste eindruck stimmt meist – (manche) deutsche als ‚beliebteste’ touristen?

einen blogeintrag zum thema gibt’s ja bereits, die deutschen zelt-nachbarn hier sind mir von der ersten minute im camp unangenehm aufgefallen, der erste eindruck bestätigt sich.
ich schlürf alleine im barzelt meinen tee

- den der so bitter ist, dass selbst viren und bakterien einen körper meiden , der sich an diesem tee labt ((c) sabine) - genieße die mittagspause, als die tochter der oma-opa (pascha, oder alpha-tier)-mama-und-2-kinder-familie grußlos das zelt betritt um ihren ipod aufzuladen; keine 10 sekunden später nähert sich das alphatier, läuft unruhig von stecker zu stecker um einen mitgebrachten akku aufzuladen, das alles wie immer grußlos – aber als oft-reisender ist man solchen kummer gewohnt, sabine, die deutsche managerin macht den negativeindruck zumindest wett, egalisiert ihn ;-)  - komisches völkchen manche unserer westlichen nachbarn in europa, und ich hätt mich schon so an meinen deutschen-fast-ex-schwiegersohn gewöhnt gehabt, der auch sehr nett war, ok, noch immer ist.
[ps: ich gehe davon aus dass österreicher als raunzer, als kritisierer der deutschen das schon aus tradition machen, genetisch sicherlich dadurch bedingt, dass wir im fussball im regelfalle keine chance gegen die deutschen haben - also irgendwie müssen wir uns halt dann anderwertig abreagieren ;-)  - und andererseits werden die deutschen ja auch das ein oder andere freundlich-kritische wort über ihre östlichen nachbarn haben - also locker nehmen]

gnus in vielzahl: das bedeutet löwen, geparden, leoparden und anderes getier, fresser und gefressen werden – jede menge sichtungen

waren dann in einem teil des parks unterwegs wo es tausende gnus gab. damit steigt auch die chance, raubtiere in aktion, oder zumindest kurz danach zu sehen.
und gleich die erste sichtung, eine der dramatischen art: die reste der nächtlichen jagd durch löwen wurden von geiern von den restfetzen fleisch gesäubert, der kampf um die besten plätze war stressig.
am horizont zogen ballons vorbei,
die touristen die mara aus luftiger höhe zeigen, wahrlich preislich kein schnäppchen, noch dazu wenn man über die gnu-leere mara schwebt. gegen mittags sahen wir dann noch einen der ballons, korb und hüller verstaut, aber noch nicht abgeholt, einsam in der mara stehen.
 (in jede öffnung im korb gehen 2 personen rein; dennis doing some breakdance ;-)

die insassen waren nicht mehr zu sehen - löwen auch keine......
bei der nächsten sichtung gabs einen kadaver, eine löwin und nachwuchs, der sich an den noch blutigen resten eines gnus labte,
der rest der familie lag ca. 300 meter entfernet  im schatten im gebüsch, und hatte sich offensichtlich bereits an den besten teilen des gnus schadlos gehalten.
dritte 'predator' sichtung dann eine löwin mit jungen, in summe 6, allerdings ob die alle zur löwin gehörten, war nicht klar.

die löwin hatte kurz vorher, wir waren nicht dabei, ein gnu geschlagen, es aber noch nicht angeknappert. es schien, es war eine art vorzeigen, um dem nachwuchs zu zeigen, wie man so ein tier zur strecke bringt. 
der körper lag am boden, die kleinen versuchten sich am aas,
konnten aber nicht wirklich fleischbrocken rausreißen. die löwin zog das tier dann noch weiter weg
von den zahlreichen jeeps mit frischer nahrung ;-) , angeknabbert wurde das gnu aber nicht.
selbst mittags als wir vorbeikamen, war der kadaver noch unangerührt.
weiteres highlight, im beisein von dutzenden anderen touristen in jeeps, drei geparden

die sich auf einem hügel nach erhaschbarer nahrung umsahen. sie verteilten sich zwar im gebüsch, die vorbeiziehende gnuherde war aber zu weit weg, bzw. die geparden nicht hungirg genug, um an jagd zu denken, bzw. auch die gnus zu schwierig zu erlegen.

löwen, einzeln,


und in gruppen trieben sich in der nähe der gnuherden zahlreichst herum; giraffen gabs keine dort, dafür aber ein paar kleinere herden an elefanten.

in summe ein toller vormittag, mit 6 stunden jeep-safari von einem highlight zu einem anderen – ready for food, wie immer üppigst und deftigst, von der leckeren seite, wie immer. 
man sieht, man bemüht sich fernab von städten und lebensmittelläden den gästen qualität zu bieten – es schmeckt ausgezeichnet !
[ps: es dauert 8 stunden um das essen 

 (live cooking am abend)


und alles was im camp benötigt wird in geeigneten LKWs anzukarren ! da ist eine flasche coke um €1.50 aus meiner sicht fast 'zu günstigst' ;-)
wir hatten vor meinem aufenthalt im camp besuch aus den usa und besuchten in wien das cafe mozart im ersten bezirk - die tasse tee zum schnäppchenpreis von € 4.80, der cafe latte um 4.20 war dagegen ein schnäppchen]

ein toller tag beginnt mit einer flussüberquerung

in der früh ist alles unterwegs, und flussüberquerungen für den ersten, es könnten sich ja die bedingungen über nacht geändert haben, sind immer interessant.
der erste der’s versucht wird beobachtet von den anderen, auch als stand-by für etwaige hoppalas, zb steckenbleiben und nachfolgendes herausziehen; die fahrer sind aber sehr versiert und wissen im regelfall was zu tun ist, steckenbleiben war für denis bis dato ein fremdwort. wir kämpften uns durch die übelsten pfützen und furten druch, immer sicher am anderen ufer angekommen.
dass das nicht immer so sein muss zeigte ein vorfall gegen mittag am weg ins camp, wo ein jeep in einer kurve

in ein sich in der straße befindliches wasserloch fiel – er meinte vor dem hineinfallen, das sei eine seichte  pfütze - und dann bis zu den achsen im sumpf hängenblieb und nicht rauskam. 
denis kam dazu, ein weiterer jeep war schon da, hatte aber nicht geeignetes schleppzeug mit. 
denis holte das stahlseil aus unserem wagen, positionierte selbst den anderen jeep, der den hängengebliebenen rausziehen sollte, und beim zweiten versuch, beim zweiten mal anziehen, war der jeep heraußen.

wir fuhren zum wohlverdienten mittagessen weiter.


PS: wenn ihr fahrer also einmal steckenbleiben sollte, dann nehmen sie das locker - sie müssen ja nicht aus dem jeep raus, somit sind sie eh auf der sicheren seite; ihr fahrer muss raus und den jeep flottmachen ;-)

PSS: rettung ist im regelfalle - alle jeeps sind untereinander ständig in verbindung, auch gibts telefonempfang bester qualität - innerhalb weniger minuten vor ort.


also etwaiges steckenbleiben sportlich sehen: dabeisein ist alles......

erwartung und realität, die zweite – 0530 uhr, deutsche stehen auf, damit auch alle im camp

meine nachbarn, die deutschen, vater, mutter, 2 kinder, oma und opa, kamen ja im blog schon vor.
in der allerersten stunde meiner ankunft fiel mir auf, dass die sich sehr engagiert intensivst unterhielten und durchaus privates ungeniert öffentlich diskutierten. die zelte sind ja nicht sehr weit auseinander, und das leinen bzw. plastik ist nicht wirklich ein schallschutz.
auch gestern am abend am lagerfeuer hat das alpha-tier in der familie, der opa, dem nachwuchs, im konkreten der tochter und dann auch seiner frau ein paar kritische geschichten aus dem leben der familie analysiert und lösungsvorschläge – im nachinein – vieles ist ja in die hose gegangen, von sich gegeben. die damen lauschten andächtig, der pascha sprach, und stimmten verbal und durch körpersprache dem gesagten zu. 
kids und vater, der sich auch bei tisch aus diesen diskussionen raushält, clevereres bürschchen, zogen es vor im barzelt zu sein.
Ok, nun zum morgen, die ließen sich um 0530 wecken, an sich nichts böses, nur die lauten gespräche fingen auch gleich wieder an, man belegt zwei nebeneinander gelegene zelte, und damit war auch für den rest der gäste in dem bereich der tag angebrochen, devise: wenn wir wach sind, brauchen die anderen nicht schlafen, oder, wie die japaner sagen: rücksichtnahme, was ist das?
kein wunder, dass eine umfrage eines großen amerikanischen reisemagazins ergab, dass die deutschen unter den top-gewinnern der unbeliebtesten touristen sind.
auch in dem fall, ein fall für diese statistik – man hätte sich ja auch leise unterhalten können, andererseits, deutsch ist deutsch
(ausnahme sabine, die managerin des camps, und mein fast-(ex-)schwiegersohn benjamin (*) und alle anderen gäste im camp)
und viele machen der statistik und ihrer aussage alle ehre ;-)
man sieht, da klingt der österreicher durch…... ^^

der rest des morgens: meinerseits wie gehabt, kaffee von daniel, kekse,

und dann um 0630 bei dennis am bus – ready to roll. 

(*)ps: ich hatte viel spaß bei gemeinsamen abendgesprächen mit zwei paaren, von denen 75% der vier deutsche waren - also vielleicht irrt die untersuchung, die umfrage doch?

abendgestaltung, wie üblich

dusche mit heißem wasser - vorbereitet und zeitlich abgestimmt von daniel - angenehm, danach richtung essensplatz, die kerzen auf den tischen,
die petroleumlampen auf bäumen, in den essenszelten, alles unter freiem himmel, bei 21 grad – was will man mehr.

das essen delikat - täglich eine sämige gemüsesupee - rustikal und üppig, was dazu führte, dass meine portionen zum eigenschtz meinerseits minimalisiert wurden, zunahme an gewicht unerwünscht.
im anschluss noch im barzelt,
 ein paar gedanken in die tasten gehämmert, am lagerfeuer
einen einheimischen tee getrunken, der, wie sabine meinte, sehr gesund sein soll, aber so bitter, dass ich ihn nur mit viel zucker runterbrachte, und die stimmung genossen;
lichter, lampen alle sehr gedimmt, strom mit 220 volt gibt’s ja hier nicht - außer der generator ist an, zum laden der akkus und batterien für die photographen - vermittelten ein beschauliches, fast romantisches afrika-feeling, weshalb man ja herkommt.
dann gings unter begleitung meines masai zum zelt und ins bett, morgen weckruf um 6:15, abfahrt um 6:30 – das nenn ich effizienz.

dennis, oder: der michael schuhmacher der masai mara

mein guide ist der denis, junger spund, aber voller energie. nachmittags pflügten
 wir durch die halbleeren weiten der masa mara.
vereinzelt gab es in dem bereich wo wir waren das übliche getier zu sehen, aber die reißer, die straßenfeger, wie löwen, geparden etc. hatten sich fast alle gut versteckt.
eigentlich aus sicht eines 'action-geilen' touristen 'enttäuschend' - aber aus der sicht des dokumentiert gesehenen eine breite palette von sichtungen - aus sicht der tiere aber zumindest verständlich.





antilopen, gnus, zebras,

und das andere getier werden als na-ja-das-haben-wir-eh-schon-gesehen-getier gesehen, und nur mehr periphär wahrgenommen; im endeffekt wollen die touristen die großen fünf sehen,
im grunde genommen, inklusive ‚action’, also nicht nur den löwen, sondern auch wie der sich gerade auf ein gnu wirft und dieses zur strecke bringt, womöglich in reichweite der leistungsfähigkeit des filmobjektives -  irgendwie ungerecht die welt, aber so ist es mit den touristen, den safaristi.
also jagten wir einer ‚predator’-sichtung nach,
(foto vom vortag)

und suchten, und suchten, und suchten….. in der zwischenzeit fraßen uns fast die fliegen auf, die zahlreichst in dem teil der mara über unser auto herfielen.
[ps: 'no-bite' können sie nicht leiden, wir verwendeten das mittel in den folgenden tagen, und die viecher ließen uns in ruhe; sie stechen nicht, sind nur riesig lästig, die kleinen fliegen]


Verzweifelt rollten wir dahin, als der spruch über funk kam, „leopard“. nach spektakulären flußüberquerungen, wir mutierten fast zu einem schwimmfähigen mobil, erreichten wir die stätte des geschehens.
leopard sahen wir einmal keinen, aber sicher 8 jeeps, die alle vor dem waldstück positioniert, auf das wiedererscheinen des leoparden warteten. 
denis hatte ihn wie die anderen zuseger auch im buschwerk erspäht, und ließ zu meinem erstaunen die 8 jeeps hinter sich und fuhr ca. 100 meter am rand des buschwaldes entlang zu einer kleinen freien stelle, wo er sich fotogerecht, was den zu erwarteten leopard betrifft, einparkte.
keine zwei minuten später kam der leopard aus dem buschwerk

heraus GENAU auf unser auto zu. im nu war auch die inzwischen zu mehr als 10 stück angeschwollene jeepmenge hinter uns, mit meterlangen objektiven auf den optimalen schuss wartend – wir waren nummer 1. der leopard trottete fotogerecht an uns vorbei, und denis startete, fuhr wieder ca. 50 meter weiter und parkte sich auf einem von buschwerk umgebenen wegstück ein, der rest war mit dem leopard, im buschwerk kaum auszumachen, beschäftigt. 
und nach kurzer zeit kam der leopard wieder GENAU auf uns zu, und legte sich ca. 2 m von unserem jeep
entfernt auf einen kleinen hügel – unglaublich, dennis hatte zweimal GENAU den weg des leoparden vorausgeahnt,


und all die jeeps, die schon mehr als 30 minuten dem tier hinterhergewesen waren, bevor wir überhaupt ankamen, ausgebremst.
wir beide hatten spaß mit dem geschehen unmittelbar vor unsren augen, waren stolz mit uns selbst, der rest der safaristi beneidete uns sicher um unsere zweimaligen polpositions, speziell die mit dem meterlangen teleobjektiven.
dass wir am nachmittag auch eine löwin mit ihren drei jungen ausmachten und beobachteten sei der vollständigkeit halber erwähnt.
in summe ein nachmittag der sehr lahm anlief und schon depressive gefühle bei uns hervorrief, weil so gar nichts zu sehen war, und dann………
denis, we love you.

"river-rossing" – the magic word

jeder fahrer hat hier ein CB im jeep, man verständigt sich untereinander was los ist. und plötzlich, das einzige wort das ich verstanden habe – river-crossing.
es galt nun rasch zum ziel zu kommen, zum mara fluss. die crossingstelle kannte ich, aber von der anderen seite, von der serena lodge seite, jenem hotel in dem wir 2009 waren.
Dan der stelle wo das crossing möglicherweise stattfinden würde wartete schon jede menge jeeps, auf beide seiten des mara flusses – tiere die crossen sollten waren aber nur spärlichst zu sehen. 
für zukünftige safaristi: crossing bedeutet nicht unbedingt crossig, sondern auch nur die andeutung dass es passieren könnte, und das bald, oder auch nicht so bald.
wir übten uns in geduld, aber bald war klar, das wird sicher nichts, vor allem auch weil die paar gnus, vielleicht 20 am stück, sich vom fluss abwandten, und wieder landeinwärts zogen.
doch, alternativen, etwas weiter flussabwärts sollt’s was geben, diesmal zebras,
 wie sich rausstellte, auch nur eine handvoll. also wieder hingefahren, positioniert, und warten – auch hier, die zebras machten keine anstände zum fluss runterzugehen, auch weil dort ein riesiges krokodil
 auf sie wartete.
letzter versuch zur ersten stelle zurück, aber auch dort war bald klar – das wird so nichts, die wanderbewegung war weiter weg vom fluss. dass hier hie und da tiere durchwollen sah man an den vielen überresten von tieren, die es nicht schafften, und derer gab es viele im wasser.
wir waren bereit fürs mittagessen [etwas holpriger übergang zum vorherigen satz ;-) ], also retour ins camp, 

nach fast 6 stunden jeepfahren, bereit fürs essen: kartoffelpüree, faschiertes, quiche, und noch was, hab vergessen, was das war. zur nachspeise gab’s exotische früchte in süßem joghurt. ich hab angesichts des gestrigen kalorienmegagaus, deftiges essen, und das gut, den hauptgang gestrichen, der salat mit feta-käse war delikatest, auch die nachspeise.
dann noch mit sabine, der chefin, die mich als alleinreisenden ‚betreut’ beim essen - freue mich über die ansprache - übers reisen im allgemeinen und dann besonderen diskutiert.
die restliche zeit dann bis zur abfahrt um 1530 uhr die geschichten für den blog zusammengeschrieben, sodass noch zeit blieb für 30 minuten nichtstun – im barzelt,

bei herrlichem wetter, in stille und ruhe, mit peter im hintergrund, der jeden flüssigen wunsch erfüllte, und das getränk auf den tisch stellte, das ich erst bestellen wollte - er kennt die vorlieben aller gäste und reagiert entsprechend.