Sonntag, 25. September 2011

resümee einer (weiteren) sunworld-safari-reise

ein urlaub wie man sich ihn vorstellt, vom abholen am NBO flughafen bis zum abflug in die heimat sorgenfreie zeit, die, stressfrei, den urlaub zu einem tiefbeeindruckenden, unvergesslichen ereignis macht - danke fam. nowak.

bereits die safari 2009 war urlaub und erlebnis pur, 

und damit war der aufenthalt im mara bush camp kaum zu toppen - außer, dass es noch toller war als ich mir vorher vorgestellt habe.


Freitag, 2. September 2011

die unterkunft im busch - das "mara tent camp", oder: das reich der nowaks, verwaltet von sabine

das mara bush camp liegt in einer kleinen flussschleife
ist also von 3 seiten von wasser, ca 3-4 m unter camp-niveau gelegen, umgeben und geschützt.
ein enger flaschenhals macht die zufahrt möglich. ein kleiner 'park-' bzw. 'umkehrplatz' für die jeeps ist das ende der motorischen mobilität. ab da ist alles leicht zu fuß erreichbar. so leicht, dass während meines aufenthaltes auch eine familie mit einem mädchen im rollstuhl einige tage im camp verbrachte.
tagsüber und nächtens sind masai anwesend, die für die sicherheit der gäste - das camp hat ja keinen zaun herum - sorgen.

gleich links das 'bürozelt' von der sabine, der managerin, dann rechts das speisezelt und daneben das loungezelt, peter's reich, der über alles flüssige herrscht und ebendiese verwaltet.

für die fotografen gibts gleich daneben ein weiteres zelt
 mit sitzmöglichkeiten, und, wenn der generator an ist, jede menge steckdosen zum laden der akkus.

dahinter beginnt der weg zu den zelten, in summe 12. somit ist die anzahl der gäste auch auf ein überschaubares maß beschränkt - massentourismus-feeling kommt da nie auf.

vor jedem zelt (meines, die nummer 4) gibts eine veranda mit sitzmöglichkeiten.

- dort gibts um 6:30 in der früh kaffee oder tee, um für die pirschfahrt gerüstet zu sein -
eine verschließbare vorderseite des zeltes ermöglicht, wenn offen ;-) , den zugang zum schlafraum, 2 betten;
auch der boden, aus kunststoff, ist immer blitzsauber. rechts ein 'kasten' mit ausreichend möglichkeit des lagerns von gewand, dann eine niedriges mobiliar zum abstellen von etwaigem gepäck. bad, dusche, und waschraum

können vom schlafraum abgetrennt werden.
in der dusche ist warmes wasser verfügbar, das zum gewünschten zeitpunkt bereitsteht, und ca. 30 liter warmwasser den safari-gast verwöhnen.
auch das wc hat fließwasser,
wie zuhause, oder in einem hotel. die zeltwände sind teilweise auch 'durchbrochen', so fliegengittermäßig, sodass selbst wenn es heiß ist, ein kühlendes lüfters durchs zelt zieht. natürlich können die alle verschlossen werden, sodaß weder luft noch licht reinkommen.
in meinem zelt hab ich übrigens die ganzen 8 tage dort weder eine mücke, gelse, ameise, oder sonstiges getier gesehen. am außenzelt sind hie und da kleine gekkos gelaufen.
 auch die ausstattung des zeltes lässt durch liebevoll plazierte kleinigkeiten ein heimeliges feeling aufkommen.

nächtens war es, entgegen meinen befürchtungen, fast totenstill, nichts war zu hören. man muss sich also keine gedanken machen, dass draußen nächstens akustisch der bär los ist. hie und da sind löwen, hippos und anderes getier zu hören, aber schlafen tut man ohne ruhestörung durch ebendiese.

gegessen wird bei nettem wetter draußen im freien,
im schatten, in guter luft,
oder sonst im heimeligen speisezelt.

kerzen, petroleumlampen, beides zahlreichst vorhanden,
lassen romantisches feeling aufkommen. im lounge- und fotografenzelt ist auch 'elektrisches' licht, LED lampen, glaub ich.
strom ist durch generator ausreichend vorhanden, um akkus aufzuladen.

im loungezelt gibts es gemütliche, schwere sesseln und sitzbänke,

richtig stimmung machend; dort kann man den tag gemütlich und entspannt ausklingen lassen. getränkepreise aus meiner sicht zu günstig, wenn man bedenkt, jedes einzelne getränk muss aus nairobi, im lastauto, ca. 8 stunden lang, herangekarrt werden. da ist ein cola um weniger als USD 2 ein schnäppchen. wenn ich bedenke, was die bei uns in den bergen auf den schihütten im winter abzocken.

die camp-crew, geführt von sabine, äußerst bemüht, nett, freundlich, und engagiert. hatte viel spaß mit ihnen.
es gibt eigentlich selten urlaube während derer es nichts zu kritisieren gibt - der aufentahlt im mara bush camp ist so einer - erholung pur, vom abholen am NBO flughafen bis zum abflug ebendort - danke fam. nowak für richtig erholsame tage, fern von jedem stress.

and by the way, in case you only speak english, no problem the staff and the guides speak excellent english - so be ready for a great relaxing holiday.


Mittwoch, 31. August 2011

alles in bildern


videoclips sind jetzt auch fertig,
 einfach, mit movie maker gemacht - wer will, die playlist gibt's auf youtube zum aufrufen.

der flug: nairobi - zürich - wien

problemlos, wie der aufenthalt im mara bush camp von sunworldsafari. alle flüge kamen pünktlich an, 4 stunden schlaf in der nacht waren auch möglich ( die sitze im a330 der swiss
 (sitzanordnung im a330 der swiss in business)
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 sind flat-bed sitze, man kann sie also ganz flach legen, ich hatte wieder wie schon beim hinflug sitz 5k)
 sodass mich meine frau in wien willkommen heißen konnte – die reise ist somit abgeschlossen.
das lounge- und fliegeressen nervt (zb frühstück um 5 uhr morgens in der gegend dubrovnik

im swiss a 330,
 und dann in der gegend von münchen im a319 der aua)
 nach einiger zeit - hängt vielleicht mit der dünnen luft da oben zusammen, nach einiger zeit schmeckt alles gleich, egal was man isst - und man sehnt sich nach gutbürgerlich wienerischem - zb einen guten kaffe , nespresso, what else, 

und hausgemachten topfengolatschen 

von meiner lieben frau ;-)

eine große erfahrung, tolle, erholsame, interessante tage im mara bushcamp – definitiv zu empfehlen - danke familie nowak, danke sabine im marabushcamp, danke sunworldsafari (aufenthalt vom 23. august bis 30. august 2011)

nairobi – traffic at its worst ;-) – aber sicher am flughafen

verkehr zur stoßzeit in nairobi, das ist nichts für schwache nerven.
der stärkere, schnellere, aggressivere gewinnt, und fährt, wenn's sein muss auch auf'm gehsteig ;-)
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nach kurzem kennenlernen ganz netter menschen, den nowaks in nairobi, gings in überraschend rascher zeit zum flughafen.
einchecken am businessschalter in kürzester zeit. die zeit bis zum abflug verbrachte ich in der swiss-‚lounge’ am flugplatz, besser gesagt, in der nairobi-flughafen-lounge, die die den ausländischen fluglinien zur verfügung stellen. aussehen und größe ließen zu wünschen übrig, hygiene und sauberkeit in den toiletten eher was für hartgesottene.

letzte safari – ein guter tag beginnt mit einem sonnenaufgang ...….


.....und einer leopardensichtung.
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eine mutter mit zwei nachwuchsleoparden hält sich in der nähe des camps auf; eine sichtung, vereinzelt auch alle drei auf einmal, ist täglich machbar. die guides kennen schon deren wege und verstecke, sodass man die drei aus allernächster nähe bewundern, und auch riechen kann.
zum letzten mal den talek durchquert und auf die ‚andere’ seite geschaut, die, wo am vortag eine riesen herde den fluss durchquerte. heute die gegend dort gnu- und tierleer. aber elefanten, adler, geier, leoparden, geparden,
 und viele andere tiere gibt’s immer zu sehen, auch dann oft nur in einzelversion. das ist aber der unterschied zu einem zoo – dort sieht man die tiere immer am selben platz, hier, in freier natur, sind sie ‚überall’, d.h. aber auch dass sie von einem tag auf den anderen die weideplätze ändern, und plötzlich wie vom erdboden verschluckt sind.
die hoffnung, dass eine größere herde zebras

den marafluss quert, erfüllte sich nicht – sie tranken nur am fluss; krokodile kamen keine, die sind schon alle voll von gnus und bewegungsunfähig. 
als abschluss gabs dann noch einen leoparden, oben im baum zu sehen. hätte denis mich nicht drauf auferksam gemacht – ich hatte selbst bei kenntnis, dass da einer oben sei, massivste probleme den zu lokalisieren – ich hätt das nicht bemerkt.
im camp angekommen, alles gepackt, verstaut, sich verabschiedet, bis ca. 1530 uhr die ruhe genossen und dann mit denis zum flugplatz. safarilink war 45 minuten zu spät dran.
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nach der landung

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– meine name stand dick gekennzeichnet auf der passagierliste -  wurde mein gepäck nochmals gewogen (zur erinnerung: beim rauffliegen hatte ich übergepäck, zugegeben meine schuld, aber gabi nowak hat das für mich ausgebügelt, und ich konnte mein gepäck mitnehmen) und der abwieger befand ‚nur’ 5 kilogramm, das sei ‚ok’. ich bedankte mich für die wohlwollende ausage mit kleinem trinkgeld.

vollkoffer 3 – großkotzig daherkommen, und bier über elektronisches gerät schütten

dennis, als eingeladener, und ich genossen nach dem erfolgreichen tag ein bier.
in kenia gibt’s ein gesetz das arbeitenden verbietet vor 17 uhr alkohol zu trinken - das lokale bier heißt übrigens TUSCER (=nach der arbeit!) . 
natürlich trinken die guides im dienst, egal wie spät es ist, keinen alkohol.

auf einem gemütlichen sofa machte es sich auch ein deutscher gast im lounge-/barzelt
gemütlich, und bestellte ein bier: er bekam das bier in einer flasche, und dazu ein glas.
im barzelt
 werden auch akkus und kameras aufgeladen.

faktum: sein sohn stieß das bier um, das sich über kamera und akkus ergoß. es versteht sich von selbst dass sich die betreffenden aus der verantwortung stahlen – und einfach davongingen, nur peter, den herr'n über die getränke baten, das bier aufzuwischen.
es versteht sich von selbst, dass sich von dieser familie niemand die mühe machte, herauszufinden 
(a) wem die kamera gehört, und 
(b) ob die kamera nicht beeinträchtigt wurde.
daher als dank an den verursacher der titel ‚vollkoffer #3’ – wem der ehrentitel zu aggressiv erscheint, der möge sich dann einmal selbst bier über elektronisches gerät schütten lassen – und das anonym.

vollkoffer 2 - oder: klick, klick, klick, der gepard kriegt ’nen tick

stellen sie sich vor, sie sitzen im gastgarten ihres lieblingslokales und genießen dort ein wiener schnitzel mit köstlichem kartoffelsalat. plötzlich stoppen 6 autobusse voll mit japanern, die die busfenster öffnen, und von ihnen und ihrer ‚beute’, dem schnitzel foto machen. damit sie wissen, dass sie fotografiert werden, lassen es sie die japaner auch hören:
(a) einschalten der kamera – ein ton kündigt die bereitschaft des gerätes an, 
(b) das scharfstellen wird unseren freunden aus dem fernen osten durch ein akustisches signal vermittelt, es könnte ja sein, dass er den farbwechsel von rot auf grün, welches am display das scharfstellen des fotos anzeigt, übersieht, und 
(c) es ‚klick’ macht wenn er das foto macht, und ‚klick’, ‚klick’, ‚klick’, ‚klick’, ‚klick’ wenn sie ein serienfoto schießen, damit sie zuhause ihren sushi-freunden zeigen können, wie genau man ein schnitzel mundgerecht zu genießen hat.

und so geht’s dem geparden, kaum eine beute gefangen, stehen schon die jeeps herum, und es geht ‚klick’, ‚klick’, ‚klick’, ‚klick’, ‚klick’……

 da wünscht man sich zeitweise doch etwas mehr rücksicht, nicht nur auf die anderen safaristi, sondern auch auf die tiere; an manchen tagen kam vereinzelt schon jahrmarktstimmung beim tier'beobachten' auf, weil manche touristen das ganze als riesiges spektakel sahen, angesichts dessen man auch noch privates lauthals diskutieren konnte, und so tier und mensch einfach störte.

(lautsprecher laut stellen -das klicks ging 20 minuten lang !)
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der clou bei der geschichte, der fotograf mit dem ‚maschinengewehr’-fotoapparat gab beim abendessen seinen schweizer freunden zum besten, dass sich die anderen, die gefilmt hätten, darüber aufgeregt hätten, dass es mit seinem  klicken nicht nur die stimmung und den leoparden gestört hatte, sondern auch die tonqualität des filmes – daher dem schweizer der titel ‚vollkoffer #2’.

vollkoffer 1 – oder: der fährt über die eier

als wir auf die querung der gnus warteten, sah denis ca. 15 meter hinter uns dass ein kleiner bodenbrütender vogel dort sein nest hatte und jede menge jeeps an dem vorbeifuhren, und er in gefahr lief, überrolt, bzw. sein einziges ei zerstört zu werden.

denis machte sich die mühe, größere steine ringförmig um das nest zu legen, um es zu schützen bzw. etwas auffälliger zumachen.
leider war die mühe vergebens, ein vollkoffer in einem 'wonderbeast', so werden die toyota und andere minibusse genannt, fuhr trotz markierung über das gelege, der brütende vogel konnte gerade noch davonfliegen, das einzige ei wurde überrollt.

jetzt ist auch glasklar, weshalb off-road-fahren von den rangers hier bestraft wird – man beschädigt dadurch fauna und flora, auch für mich jetzt noch klarer nachvollziehbar.
also wenn der fahrer vielleicht nicht immer die optimalste position ansteuert, die sie des fotomotivs gerne hätten, dann hängt das damit zusammen, dass er genau um die probleme dieser off-road-fahrten bescheid weiß, und off-road-fahren verboten ist.

CROSSING - yeah

das highlight jeder safari ist das queren eines flusses von gnus und zebras.
nachdem der talek fluss wieder querbar war, mein 0630 uhr kaffee (inklusive butterkekse)
 vor dem zelt vorbereitet, genossen war, fuhren wir auf die andere seite,
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dort wo das gras noch grüner war – the grass is always greener on the other side – und derzeit einige große gnuherden sind.
wie jeden tag auch ballons in der luft, die über die täglich, zu schnäppchenpreisen, über die mara hinweg fuhren.

über funk wurde ein erstes crossing gleich um 0730 uhr angekündigt. wir fuhren hin und warteten gemeinsam mit vielen anderen jeeps, was geschah.
die geier bereits auf den bäumen,

 erste reihe fußfreie, darauf wartend dass eines der gnus beim crossing ums leben kommt.
eine herde von einigen ca. hundert gnus hatte sich am crossing-point versammelt, machte anstalten zu queren, dann zogen sie wieder von der stelle weg, um gleich wieder umzukehren, und wieder anstalten zu machen zu queren, dann zogen sie wieder von der stelle……  das ging so einige male hin und her.
wir genossen in der zwischenzeit das frühstück im jeep und bedauerten die halberfrorenen touristen, die in dicke decken eingehüllt, in den offenen jeeps, von allen seiten vom kühlen wind angeblasen (es hatte 19 grad lufttemperatur) sich einen abfroren,
 und versuchten, ihre angriffsfläche dem wind gegenüber so klein wie möglich zu halten.
denis meinte das mit dem crossing wird wohl so schnell nichts, so zogen wir von dannen und besuchten einen löwen
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 der sich gerade an seiner beute kulinarisch schadlos hielt, die knochen krachten.

der ruf, dass ein crossing bevorstünde, diesmal an einem anderen punkt, trieb uns wieder an den mara-fluss zurück. am anderen ufer machten sich sicher einige tausend gnus und auch eine größere anzahl von zebras bereit, den fluss zu überquren, machte anstalten zu queren, dann zogen sie wieder von der stelle weg, um gleich wieder umzukehren, und wieder anstalten zu machen zu queren, dann zogen sie wieder von der stelle……  das ging so einige male hin und her.

die jeeps standen in ca. 500 meter von der stelle halbkreisförmig um den crossing-point herum, jeder fahrer wartend, dass, wenn die ersten gnus ins wasser gehen, sofort der motor gestartet wird, und im rodeostil – der erste hat den besten platz – hinunter an den fluss zu rasen.
ein rangerjeep hielt die jeeps einmal vom crossingpoint fern, auch im interesse der zuseher, damit die gnus nicht irritiert werden, und dann doch den fluss nicht überqueren.
über funk kam dann bald der erlösende spruch „crossing“. in summe 64 jeeps wurden gestartet, und rasten auf den crossingpoint zu.

kleine hintergrundinfo:
um einen guten platz zum fotografieren zu haben, also pole-position bei der flussüberquerung zu haben, bedarf es sehr vieler erfahrung und eines sicheren gespürs – marke denis.
das geht so:
beim ersten anstellen in sicherer entfernung schon im auge haben
(a) wo man am fluss genau stehen möchte, um die optimalen bilder schießen zu können, und
(b) dann am riesigen halbkreis mit 64 jeeps genau jenen punkt zu finden, der, auch unter berücksichtigung der topographie des anfahrtsweges, das ist ja da nicht alles eben, die optimale ausgangslage bietet, um den unter punkt (a) erwähnten punkt zu erreichen.
wir hatten einen dieser punkte (a) eingenommen. nachdem das rennen um die besten plätze vorbei war, hatten wir einen der top-fünf standplätze am fluss erreicht – wir waren zufrieden über unsere leistung, eigentlich die vom denis.
als endlich alle jeeps am fluss standen waren die in 4er- bis 5er-reihen geschlichtet.
das spektakel war enorm
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– eine flussquerung wie man sie aus den universum dokumentation oder national geographic filmen kennt – dramatisch und beeindruckend. die gnus sprangen todesmutig
die steilen erdwände richtung flussufer hinunter, oft auch auf daruntergehende oder -stehende, um dann mit haltungsnoten 10
 in den fluss zu hechten und auf die andere seite zu schwimmen. die strömung war einigermaßen stark, sodass es einigen kraftaufwandes bedurfte, um das zu schaffen.
danach galt es noch aus dem fluss zu kommen
 und auf den glitschig nassen felsen nicht auszurutschnen und wieder in den fluss, auf die nachdrängenden gnus, zurückzufallen. das spektakel dauerte 15 minuten, einige tausend tiere setzten über. krokodile waren keine zu sehen. die querung hörte dann plötzlich, so schnell sie begonnen hatte, auf – der faden war gerissen, die restlichen gnus und zebras entfernten sich vom crossing-point.
  da es bereits mittags war, und die gnus in den nächsten 1-2 stunden, laut dennis, nicht queren würden, sie mussten sich erst von der anstrengung erholen, entschlossen wir uns, den vormittag mit diesem höhepunkt zu beenden, und zum mittagessen zu fahren. der talekfluss wurde wieder gequert, wir mussten flussmittig einmal alle kunst aufwenden, um aus dem weichen sand wieder rauszukommen, und auf raschestem weg gings ins camp – ein toller vormittag.
übrigens, einige gnus kehrten, nachdem sie den fluss gequert hatten, später wieder um, und schwammen ans ursprüngliche ufer zurück. grund meist, da verwandte (nachwuchs, mutter, etc.) es nicht geschafft hatten, und zrückgeblieben waren.

off-road fahren, querein, sozusagen, geparden beobachten – und dann die flucht ergreifen.......

zum schutz der mara sollten die fahrer nicht off-road fahren, das heißt nur die ausgefahrenen wege nutzen – was sie auch tun.
wenn dann aber wie heute eine gruppe geparden

herumlungert, dann kann es schon vorkommen, dass sie – für ihre gäste – etwas näher ranfahren, und das OHNE ausnahme, und sich dann strategisch um die, heute 2 geparden, herumstellen. so auch heute, die 8 jeeps waren ca. 30 meter vom weg abgestellt.

die geparden beäugten auch ein gnu, das solo ca. 200 meter vor ihnen vorbeizog, alle waren auch einen beutezug der geparden aus. plötzlich aber startete denis den motor und fing an, davonzufahren. alle anderen folgten, da von ihm per funk über die nahenden rangers informierte.

als nicht-insider ist man vorerst perplex, das gnu suchte auch das weite, aber dennis erklärte, weshalb das so ist.  die parkranger waren in anrollen und fuhren dann  auch einem jeep nach, den sie anhielten. passiert ist dann aber nichts, da die ranger zu einem wichtigeren projekt am marafluss gerufen wurden. somit kamen alle mit dem schrecken davon. die jeeps drehten dann alle wieder um und stellten sich dann vorschriftsmäßig am weg auf, die geparden waren noch immer dort, da das gnu aber weg war, war keine action mehr zu erwarten. gleich nebenan war noch eine elefantenherde,

die wir beobachteten. nach nochmaliger teilsichtung des rhinozerosses - siehe vorherige geschichte -  gings ins camp.
 
morgen versuchen wir nochmals eine flussquerung auf die andere seite. der wasserstand sollte das zulassen – bereit einmal für den heutigen afrika-abend.
 die springen wie man sehen kann sehr hoch, und das ganz locker, eigentlich aus dem fußgelenk heraus, ohne in die knie zu gehen, respekt....

der abend klang dann, wie jeder, entweder im barzelt
oder am lagerfeuer aus

nachmittags, das übliche programm, es ist nicht viel los, die mara ist heute auf der seite leer

angesichts des kühlen wetters und auch der wahrscheinlichkeit nicht allzu viele tiere auf unserer seite zu sehen, begannen wir erst um 4 uhr mit unserer nachmittagssafari. größere tiere gab's, löwen, die faul herumlungerten, zwei geparden und eine herde elefanten, dazwischen gähnende leere.
am nachhauseweg sahen wir dann noch unser rhinozeros
 das wir am morgen bereits gesehen hatten. diesmal aber ziemlich verdeckt, da im gebüsch herumstreichend.
wir waren dann bereit für den ‚afrikanischen’ abend der heute stattfinden soll, inklusive masai krieger, die ihre tänze vorführen wollen.
vorher gönnte ich mir noch ein tiefgekühltes coke, um € 1.60, ein preis, der wie ich finde, mehr als günstig ist, wenn man bedenkt, dass jedes getränk, jedes nahrungsmittel, jeder teil im camp 8 stunden in einem LKW aus nairobi herangekarrt werden muss. die bar war auch anderwertig optimal bestückt.
und das in gemütlichem ambiente, optimal betreut von peter, dem herr über flüssiges

denis, the ‚schumacher’, das ist geschichte, denis ‚mcgywer’, das ist realität

unser hubdach wird rechts und links durch bolzen gehalten, auf denen das gestell, das das dach oben hält, befestigt ist. einer diese bolzen ist komplett abgebrochen, sodass das schwere dach nur mehr auf einer seite gehalten wurde. es bestand auch die gefahr dass angesichts der doch ruppigen straßenverhältnissen der zweite bolzen bricht und das hubdach herunterkracht, schweißgerät nicht in sicht, aber ein dickes gummiband hinten im kofferabteil.
 denis 'mcgywer' steckte eine dicke schraube, die das hubdach auf der einen seite halten sollte, in das loch des gestänges, und fixierte die schraube dann gegen herausfallen mit dem dicken gummiband. das ganze hielt, wie geschweisst – alle probleme gelöst.

übliches verfahren am morgen, full action – dann: depression macht sich breit

nach dem aufstehen, es war heute nacht etwas wärmer als gestern nacht, nach einer tasse kaffee

vor dem zelt, gings mit dem masai der nachtwache gehabt hatte richtung essenszelt/parkplatz.
es war schon hell, der masai wäre nicht notwendig gewesen, er ist aber jeden morgen vor meinem zelt und begleitet mich.
angesichts der tierleere in unsrem teil der mara wollten wir heute den talek fluss auf die andere, derzeit tierreichere seite, überqueren. 
das ging die letzte tage wegen des hochwassers nicht. als wir ankamen lag dort ein jeep vom intrepid camp – die sind genau vis-a-vis vom mara bushcamp, ca. 2 km entfernt – im fluss ohne sich zu bewegen. er hatte einen motorschaden, der dazu führte, dass das auto im fluss liegenblieb. denis bot an zu helfen, aber der fahrer meinte, hilfe vom intrepid camp sei schon im anrollen. denis versuchte dann neben dem jeep fahrend den fluss zu durchqueren, und, kurz gefasst: wir blieben im sand, der sich nach den starken regenfällen dort angesammelt hatte, stecken.
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 hilfe für den intrepid-jeep war rasch da, dennis hatte das elastische seil schon vorbereitet, der fahrr des intrepid-jeeps blieb im auto und machte sich seine füße nicht nass (?) ;-(
er wurde an einem seil von einem anderen jeep ohne probleme rausgezogen.
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nachdem der weg nun frei war, gelang es uns auch mit hilfe freizukommen.
dennis ließ es sich dann nicht nehmen, den fluss weiter zu überqueren, und dann wieder ans sichere ufer zurückzufahren.
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 dennis saß aber offensichtlich der schreck in den knochen, wir blieben auf unserer seite.
mir war das auch lieber, da offensichtlich aufgrund der regenfälle der vortage flußaufwärts die querung nicht einfach war - und nicht immer ist so rasch hilfe zur stelle - dennis sah das auch so, oder anderst herum, ich schloss mich seiner meinung an.
tiere gab’s kaum zu sehen, die übliche resteverwertung der ‚kills’ von letzter nacht waren zu beobachten. aber plötzlich über funk, „rhino“; also devise wie in „east africa safari“ manier richtung sichtung. und dort erwartete uns bereits eines der sehr selten zu sehenden rhinozerosse die’s im park noch gibt.
 das wetter war ziemlich ungut, frisch, bewölkt, und zeitweise leichter nieselregen. wir bewunderten wieder die gäste in  den offenen jeeps, die dick in decken eingehüllt, sich einen abfroren.
frühstück dann im auto am mara fluss, in der nähe von flusspferden
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 und riesen krokodilen

– so ca. 5 meter lang, und 1.5 meter breit, viele gnus haben diese körper geformt.
Im mara fluss war noch immer relativ viel wasser.
danach versuchten wir weitere tiere zu sichten, was uns nicht gelang, tierleer. bevor wir uns je zwei stück 500mg valium einwarfen ;-) , entschied ich mich, den vormittag zu verkürzen und ins camp zurückzufahren - devise: weiterfahren ist sinnlos - und im camp zu relaxen.

aber es kam ganz amders, ohne valium, und auch nicht ins camp fahrt.
kurz vor der letzten furtquerung beim camp waren dann da plötzlich viele geier in der luft und auch am rand der furt sitzend. da musste was sein, sonst wären die nicht dort. also die furt gequert und dann am wasser oben am ufer entlang. nach 50 meter sah man den grund: ein ‚kill’, wie man hier sagt lag dort herum.
 da die geier aber nicht ans werk gingen, musste da noch irgendwas größeres sein – und voila: ein leopard zeigte sich in voller größe.
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kaum war der von der beute weg, stürzten sich die aasfresser auf die reste, der kampf um die besten fleischreste begann.
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angenehm war dass wir vorerst nur zwei jeeps waren. wir konnten dem leoparden dann leicht auf seinem weg zu einem baum folgen.
er kletterte hinauf – und oben lag ein weiterer, frischer ‚kill’, ein impala, an dem sich der leopard schadlos hielt, und sein mittagessen genoss.
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in der zwischenzeit hatte sich die kunde vom leoparden herumgesprochen, und die anzahl der jeeps war wieder beängstigend groß geworden. wir hatten unsere bilder und clips und machten uns richtung mittagspause auf.
Ps: auch wenn zeitweise überhaupt nichts zu sehen ist, dann kommt wieder der große moment, und man sieht außerordentliches: in dem fall einen leoparden oben im baum, inklusive mahlzeit.
Damit hatten wir uns unser mittagessen verdient – mahlzeit.
Pss: der Vormittag zeigt auch, dass sichtungen glückssache sind; hätten wir nicht die geschichte am fluss bei der querung erlebt, wären wir auf der anderen seite gewesen, und hätten die zahlenmäßig kaum vorhandenen, selten zu sehenden rhinozerosse, und den leoparden mit beute am baum, nicht gesehen – also einfach die safari-ausfahrten nehmen wie sie kommen, man kann nichts erzwingen, der guide tut sein bestes - wenn nichts geht dann geht nichts, das ist die realität, kein wünsch-dir-was ;-) .